Judo – „der sanfte Weg“

 

Ehrenkodex des Judo

vom gegenseitigen Helfen zum allgemeinen Wohlergehen ist wichtigste pädagogische und soziale Leitlinie im Judo. Dieser Grundsatz verweist unmissverständlich auf das Ideal einer gewalt-freien Gesellschaft und überträgt der Judobewegung die Aufgabe, ihren Teil zum Erreichen eines toleranten und friedlichen Miteinanders beizutragen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Ereignisse der letzten Zeit. Wir, die Judoka verstehen unter Gewalt eine ihrem Wesen nach gestörte soziale Beziehung zwischen Täter und Opfer. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wirkung, nämlich dem Opfer körperlichen, psychischen oder sozialen Schaden zuzufügen, absichtlich oder unabsichtlich geschieht. Darüber hinaus verstehen wir unter Gewalt die vorsätzliche Beschädigung oder Zerstörung von Gegenständen aber auch Formen der verbalen und mimisch-gestischen Gewaltausübung. Besonders bei Wettkämpfen ist die emotionale Beteiligung von Betreuern und Eltern am Kampfgeschehen meistens sehr groß. Dabei sind

- Aufrufe jeglicher Art zu unfairem Verhalten der Judoka, 

-

verbale Entgleisungen gegenüber den Kampfrichtern,

-

gestenreiches und lautes Auftreten am Mattenrand,

-

Verächtlichmachungen eines Judoka oder

-

Strafen des Verlierern in Form von Nichtbeachtung

nicht akzeptabel und werden nach Ermahnung durch Hallenverweis geahndet.

Quelle: Badischer Judoverband e. V.

 

Judo ist ein der zahlreichen ostasiatischen Budo-Kampfsportarten. Es kommt aus Japan und bedeutet soviel wie "der sanfte Weg". Gemäß diesem Prinzip soll mit minimalem eigenen Krafteinsatz die größtmögliche Wirkung erzielt werden. Dabei wird die Kraft des Gegners geschickt ausgenutzt: Sein Zug wird mit Druck, sein Druck mit Zug beantwortet, so dass er aus dem Gleichgewicht gebracht wird und zu Fall kommt. So kann ein erheblich größerer oder auch stärkerer Gegner relativ problemlos geworfen werden, zumal dann, wenn er die Grundprinzipien des Judo nicht beherrscht.

Judo bietet somit auch weniger kräftigen Personen wie zum Beispiel Frauen und Mädchen die Möglichkeit, sich gegen Angriffe zur Wehr zu setzen. Spezielle Selbstverteidigungstechnicken können sich Frauen und Mädchen im Rahmen von Kursen erwerben, die bei uns demnächst angeboten werden.

Siegen durch Nachgeben

Gerade für Kinder, gleich ob Mädchen oder Jungen, ist Judo die ideale Sportschule. Im wöchentlichen Training kommen Spiel und Spaß nie zu kurz. Die Kleinen können sich austoben und sind meist mit großem Eifer bei der Sache. Gürtelprüfungen und Wettkämpfe sorgen überdies für die nötige Motivation und für Erfolgserlebnisse, wobei niemand überfordert wird.

Dafür sorgen staatlich geprüfte Übungsleiter und weitere Trainer, die noch keine offizielle Lizenz besitzen. In kleinen Übungsgruppen können sich die Trainer stets auf jeden einzelnen der kleinen Judoka einstellen und ihn weitestmöglich individuell fördern.

Sehr wichtig ist im Judosport die persönliche Erfahrung von Fairness und Kameradschaft, und nicht zuletzt die Stärkung des Selbstvertrauens. Man kann diese sehr flexibel anwendbare Sportart übrigens in jedem Alter erlernen. Auch wenn man sich nicht mehr jung genug fühlt, um an großen Wettkämpfen teilzunehmen, ist man für Judo nie zu alt. Als Breitensport bietet Judo somit auch Senioren die Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten. Im Judo-Ursprungsland Japan wird Judo nicht selten bis ins hohe Alter betrieben.

Quelle: Festschrift „25 Jahre Judo in Denzlingen“ (2006), S. 15f.

Judo – der ideale Freizeitsport

Judo ist ein Sport für jedes Alter

Es ist ein Spiel für Kinder, weil viele Griffe und Würfe, Angriffstechnicken und Abwehrreaktionen spielerisch erlernt werden. Er ist Wettkampfsport für Jugendliche und Erwachsene, die im fairen Zweikampf ihre Kräfte messen können. Es ist vielseitige Körperertüchtigung für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, weil der ganze Körper und alle Muskeln gefordert werden.

Judo ist ein Sport für die ganze Familie

Weil jeder selbst bestimmt, wie hart er trainieren will. Weil jeder die Wurftechniken, die ihm am besten liegen, aus rund 80 Möglichkeiten heraussuchen kann. Weil jeder sein eigenes Können von Stufe zu Stufe steigern und durch erfolgreiche Gürtelprüfungen dokumentieren kann.

Judo ist ein Sport für jedes Gewicht

Ob groß oder klein, dick oder dünn – durch die Vielfalt an Techniken findet jeder seinen eigenen Spezialwurf. Da Größe und Gewicht nicht entscheiden, können alle miteinander trainieren. Außenseiter gibt es nicht. Durch häufigen Partnerwechsel im Training werden Gewandtheit und Vielseitigkeit geschult. Es gewinnt nicht der körperlich Stärkste, sondern derjenige, der die eigene Kraft am besten einzusetzen und die des Gegners geschickt auszunützen versteht.

Leben mit Sport – im Verein am schönsten!

Judo trägt dazu bei, sich nicht so leicht unterkriegen zu lassen. Auch wenn's darum geht, das Leben zu meistern.
Wenn Sie nähere Informationen zum Training und zur Mitgliedschaft erhalten wollen, können Sie uns gerne kontaktieren.

Quelle: „Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum der Abteilung Judo des TSV 1863 Tauberbischofsheim e. V.“ (2006), S. 14


Diese Seite drucken